Flashbacks & Emotionen

Some memories never leave your bones. like salt in the sea; they become part of you-and you carry them.

Oftmals sitze ich in meinem Zimmer höre ein besonderes Lied und bekomme plötzlich Flashbacks…aber was genau sind Flashbacks (engl.: Rückblick) überhaupt?

Flashbacks sind zunächst einmal nichts anderes als Erinnerungen. Das besondere daran ist allerdings, dass diese plötzlich auftreten, nicht bewusst hervorgerufen werden und trotzdem sehr stark sein können. Außerdem kann es sein, dass man aus dem Nichts von den Erinnerungen gepackt wird. Wenn ein Flashback einen fesselt, ist es so, als wäre die Zeit zurückgedreht worden. Dabei ist es egal, ob das Erlebnis ein paar Monate, Jahre oder Jahrzehnte her ist. Ein Flashback kommt so schnell wie ein Blitz und genauso schnell ist er auch wieder vorbei- geht also nur Augenblicke, Sekunden oder Minuten.

Außerdem erleben Personen, die einen Flashback haben, Emotionen und Empfindungen aus der Vergangenheit noch einmal fast genauso stark. Bei einem negativen Flashback empfindet man dann zum Beispiel urplötzlich Trauer oder Angst. Bei einem positiven Flashback wiederum empfindet man urplötzlich starke Freude, Zufriedenheit und Wohlbefinden.

Wie werden die Erinnerungen hervorgerufen?

Eine kurze Sinneswahrnehmung kann ausreichen und als Schlüsselreiz fungieren, der einen in die Vergangenheit katapultiert.

Ein solcher Schlüsselreiz kann zum Beispiel ein altes Foto sein, das die Erinnerungen und Gefühle dieses Tages hervorruft, an dem es aufgenommen wurde. Dadurch sieht man dann ganz klar wieder vor sich wie damals alles war, was man gemacht hat oder was man zum Beispiel gegessen oder getrunken hat. Bei sehr starken Flashbacks kann es sogar sein, dass man den Geschmack wieder auf der Zunge hat.

Ein weiterer Schlüsselreiz kann ein Lied sein, das eine Bedeutung in der Vergangenheit hat und dann einen Flashback auslöst oder auch Gerüche und Düfte können sogenannte Schlüsselreize sein. Die Flashbacks die durch Schlüsselreize ausgelöst werden, nennt man natürliche Flashbacks. Allerdings können Flashbacks auch durch Krankheiten, Drogenmissbrauch oder posttraumatischen Belastungsstörungen ausgelöst werden.

Wie macht man sich die Flashbacks zunutze?

Man kann sich Flashbacks auch gut zunutze machen. Bei einer Prüfung, wenn man sich unsicher fühlt und man nervös ist zum Beispiel. In so einer Situation sollte man sich an eine Lebenslage erinnern, in der man großen Erfolg erlebt hat, um sich somit in die richtige Stimmung zu versetzen und sich somit etwas zu beruhigen. Außerdem sollte man herausfinden, was einen positiv beeinflusst und gute Erinnerungen hervorruft wie z.B. ein Lieblingslied. Hierbei gilt: je positiver das Ereignis, desto stärker sind die damit verbundenen Emotionen. Wenn man es also schafft ein positives Ereignis in der Vergangenheit zu finden, welches dann noch einen Schlüsselreiz auslöst kann man den Flashback-Effekt zum eigenen Vorteil nutzen.

Habt ihr oft Flashbacks? Schreibt mir eure Erfahrungen gerne in die Kommentare.

8 Kommentare zu „Flashbacks & Emotionen

  1. In den späten 70ern hab ich LSD-Trips geworfen, dummerweise einen während eines ausverkauften Patti Smith – Konzerts. Ich bin dermaßen auf den Horror gekommen, dass ich noch Jahre später immer wieder von üblen Flashbacks überrumpelt wurde. Allein das Stones-Stück Miss you, das zu Beginn lief, als das Hallenlicht erlosch, konnte ich nicht mehr hören, ohne sofort verzerrte Visagen wahrzunehmen und flüchten zu wollen.

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      1. Na ja, ist ja schon lange her. Aber so ganz verschwunden ist es immer noch nicht,. Vor einem Konzert einen Trip zu schmeissen gehört definitiv zu den blödesten Entscheidungen meines Lebens.

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  2. Ich nutze die positiven Seiten von Flashbacks für meine „Urlaubverlängerung“. Kaffee und andere Lebensmittel, aus dem Urlaub mitgebrachte Rezepte, Radiosender vom Urlaubsland über Webradio hören, selbstgestaltete Fotobücher mit den Urlaubsbildern, es gibt viele Möglichkeiten sich die Urlaubserinnerungen warm zu halten…

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  3. Du hast das Thema sehr gut umschrieben.
    Mit einem song oder ähnlichem, hab ich mich schon oft in vergangene Erlebnisse zurück versetzt.
    So kannst du auch zukünftige Erlebnisse bewusst mit einem Anker versehen.

    Zum Beispiel der Tag bei dem du dein erstes eigenes Auto holst, dein erster Tag an deiner Uni, dein Hochzeittag …usw

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